Long live the COACH 2015

Abb. 1: Vorbilder gibt es genug, hier z.B.: “Gunnery Seargent Hartman”. (c) Warner Brothers, “Full Metal Jacket” (1987, Regisseur: Stanley Kubrick)

Laut Wikipedia ist ein Coach ein “eine Person, die eine Mannschaft strategisch, technisch und konditionell anleitet.” Insofern ja nicht anders als eine Managementposten, wenn auch ein wenig erweitert: “konditionell anleiten” ist nun mal eine Sache des Sports. Und auf der Uni? Da gab es das auch. Die DDR unterhield zu ihrem Ende die Universitätsausbildung zum “Diplom-Trainer” (ich stelle mir die Diplomprüfung so wie in Abb. 1 vor). In Litauen gibt es solch ein Studium noch heute.

Andererseits ist der Begriff “COACH”ing weder klar umschrieben noch muss er mit Sport zu tun haben. Coach wurde bis in die Mitte des 19ten Jahrhunderts in der tat für Kutschen verwendet, erst danach kommt die umgangssprachliche Bedeutung des “Anleitens” dazu, welcher sich Ende des 19ten Jahrhunderts auch im Sport fortsetzt. Heute findet sich der – übrigens nicht geschützte – Begriff immer häufiger in der Nähe der Psychotherapie wieder, sprich: Management-Seminare (von NLP bis Indianer-Selbstfindung) oder Seminare unter dem Titel “Wie kriege ich mein Leben in den Griff” (siehe auch den sehr hübschen Kommentar von Karl Lagerfeld dazu in Abb. 2 ).

Was macht also das Drachenboot-Team im angesichte dieser haarsträubenden Scharlatanerie im Sport und sonstwo? Wir holen uns einen COACH! Gregor Hartweger wird uns nach allen Regeln der Psychotherapie, unter Einbeziehung seines umfassenden Wissens rund um Schwitzhütten-Selbstfindungs-Management-Romantik und mit einer gehörigen Portion Humor einen Tritt in den Arsch geben (sprich: sportlich anleiten), damit wir uns als Team noch besser aufstellen als letztes Jahr. Liest du das noch immer? Ziel ist wieder, dem Rektorat das Heck zu zeigen (sorry für das Wortspiel) und mindestens in die TOP 5 zu kommen.

-gw

Edit: Aufgrund der ungüntigen Lage der Trainingstermine wird uns Andreas Jonas statt Gregor Hartweger Coachen. Long live the coach!

Abb.2: Sportlichkeit muss nicht immer ein Plus sein, sagt Karl.